Online Casinos sollen 2021 erlaubt werden

22. Jan 2020Online Casinos

Online Casinos sollen 2021 erlaubt werden

 

Es kommt weiter Bewegung in die Verhandlungen um eine Legalisierung des Online Glücksspiels in Deutschland. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben sich am letzten Wochenende auf eine Neuregelung des auslaufenden Glücksspielstaatsvertrags geeinigt. Danach sollen ab 01. Juli 2021 Sportwetten, Online Poker, Roulette und Automatenspiele in Deutschland erlaubt sein. Die Lizenzvergabe und Überwachung der Regulierung soll eine neu zu gründende zentrale Glücksspielbehörde übernehmen.

Damit wollen die Ministerpräsidenten einem drohenden Chaos nach Auslaufen des derzeit noch gültigen Glücksspielstaatsvertags vorbeugen. Sollten keine neuen Vereinbarungen getroffen werden hatten bereits mehrere Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen, Hessen und Schleswig-Holstein einen Alleingang angekündigt welcher zu einem Flickenteppich an Regelungen und Verboten geführt hätte. Ein Umstand der im Zeitalter des Internets absolut unhaltbar gewesen wäre.

 

Spielerschutz und 1.000 Euro Einzahlungslimit

Die nun getroffenen Regelungen sehen einen möglichst guten Spielerschutz mit engen Vorgaben für die Anbieter vor. Es soll eine zentrale Sperrdatei geben nach Vorbild des britischen Gamstop Programms. Alle Online Anbieter müssen darüber hinaus Spielerkarten anlegen sowie Ihre Spieler nach Anzeichen von Spielsucht überwachen. Bei drohender Spielsucht wäre es so möglich Spieler zum Schutz bundesweit zu sperren.

Die maximale Einzahlung pro Spieler soll auf 1.000 Euro pro Monat begrenzt werden. Gewinne werden allerdings nicht mit eingerechnet, so dass theoretisch auch weitaus höhere Summen umgesetzt werden könnten. Die neuen Regelungen sollen durch die Ministerpräsidenten Anfang März unterzeichnet werden, anschliessend müssen dann noch die einzelnen Landtage dem neuen Vertrag zustimmen.

 

Einrichtung einer Zentralen Glückspiel Behörde

Noch unklar ist wo die neu zu gründende zentrale Glücksspiel Aufsicht ihren Sitz haben soll, Nordrhein-Westfalen hat sich bereits dazu bereit erklärt die Behörde zu übernehmen, sicher ist das aber noch nicht. Die neue Behörde würde von allen Bundesländern gemeinsam finanziert und komplett unabhängig agieren. Auch die Richtlinien für Werbung im Fernsehen und Internet sollen neu geregelt werden. Im Gespräch ist ein Werbeverbot für Sportwetten zwischen 6 und 23 Uhr.

Live Casino und andere sogenannte parallele Spiele sollen online verboten bleiben, das Angebot lizenzierter Anbieter würde sich damit für Spieler recht deutlich reduzieren. Mit zentraler Sperrdatei, Frühwarnsystemen für Anzeichen von Spielsucht, Werberichtlinien und der maximalen Einzaulungssumme von 1000 Euro pro Monat sollen einerseits die illegalen Anbieter im Netz bekämpft und gleichzeitig der Spielerschutz gestärkt werden. Damit würde Deutschland in weiten Teilen bereits regulierten Märkten wie Dänemark, Grossbritannien oder Schweden folgen. Nicht zuletzt handelt es sich bei Glückspiel um einen Milliarden Markt welcher derzeit nahezu komplett am deutschen Fiskus vorbei läuft.

Damit würde Deutschland in weiten Teilen bereits regulierten Märkten wie Dänemark, Grossbritannien oder Schweden folgen. Wir sind gespannt wie es in den Verhandlungen weitergeht und wie eine mögliche Lizenzvergabe ab nächstem Jahr tatsächlich aussehen wird. 

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